Himmelwärtsgottesdienst und Taufe in der Petruskirche Steinen
mit Pfr. Ingo Meißner Unsere Gemeindevision: „Glaube, Liebe, Hoffnung - für dich“
(Hebräer 11, 1)
Lieder:
- FJ6 150: Nur durch Christus in mir CCLI-Nr.: 7129715
- FJ6 154: Das glaube ich (Ich glaube an den Vater) CCLI-Nr.: 7024191
- FJ5 108: Meer (Du rufst mich raus aufs weite Wasser) CCLI-Nr.: 6503888
- FJ5 170: Zehntausend Gründe (10000 Gründe) CCLI-Nr.: 6271093
- FJ2 50: Wonderful, Merciful Savior CCLI-Nr.: 106879
- EG 266: Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen
CCLi Liedlizenz 5100265
Predigt zu Hebräer 11,1 und unserem Visionstext „Glaube, Liebe, Hoffnung – für dich“
Himmelwärtsgottesdienst
(11. Oktober 2025, Pfr. Ingo Meißner, Evangelische Kirche Steinen)
- Visionstext: Glaube, Liebe Hoffnung – für dich
- Teil 1: Glaube - für dich
- Teil 1.1:
Glauben heißt Vertrauen: Gott ist da, hilft und trägt dich. Wer glaubt, ist nicht allein. - Teil 1.2:
Wir bleiben am Glauben dran, indem wir einander darin unterstützen. Mit ganzem Herzen, klaren Worten und helfenden Händen teilen wir unseren Glauben.
- Teil 1.1:
- Teil 1: Glaube - für dich
Kernaussage heute:
Gott ist unser Halteseil im Leben. Seiner guten Leitung vertrauen wir. Und an ihm festgemacht können wir viel Schönes erleben und auch schwierige Situationen meistern.
Glaube ist ein Mannschaftssport: Als „Gemeinschaft der Gläubigen“ können wir uns beim Gottvertrauen gegenseitig unterstützen. Beim Glauben einander helfen. Beim „gemeinsam Glauben“.
Im Bild vom Seil: wir werden durch den Glauben eine besondere Seilschaft der Gläubigen.
Schauen wir uns mal eine Definition von Glauben in der Bibel an:
Hebr 11,1 (Basisbibel): „Der Glaube ist ein Festhalten an dem, worauf man hofft – ein Überzeugtsein von Dingen, die nicht sichtbar sind.“
„Hoffen“: Worauf hoffen wir? Worauf beruht unser Vertrauen, unser Glaube?
Wir hoffen darauf: Gott ist gut, hat ein Interesse auch an mir und möchte schon hier mit mir zusammen durchs Leben gehen - und auch in Ewigkeit mit uns verbunden bleiben.
Woher wissen wir das?
Die Hauptinformationsquelle ist die Bibel. Dort lesen wir, wie Gott ist, wie er handelte und immer noch handelt.
Die Hauptinformationsquelle ist die Bibel. Dort lesen wir, wie Gott ist, wie er handelte und immer noch handelt.
Auch wenn ich Gott nicht sehen kann - ich bin überzeugt von seiner Realität, weil ich die Auswirkungen seines Handelns an mir uns an anderen erlebe: Ich merke dann: Gott ist da.
Er hat mich schon so oft schon begleitet, Frieden, Ruhe oder Kraft geschenkt.
Ich erlebe es an mir selbst, oder andere Menschen erzählen davon und ich erkenne auch darin, dass Gott heute noch handelt
Lasst uns nun noch etwas tiefer graben, was unser Visionstext bedeutet:
Glaube: du und Gott
„Glauben heißt Vertrauen: Gott ist da, hilft und trägt dich. Wer glaubt, ist nicht allein.“
Das Seil bedeutet: Gottes Halt, sein Leiten
Frage jedoch: Hält das Seil wirklich? Und: das Seil kann ich sehen - Gott nicht…
Stimmt das mit der Bibel und Gott? Oder ist das eher was, was vielleicht damals galt, aber heute eher unglaublich klingt - weil wir Jesus nicht so sehen können, wie damals seine Jünger?
Zunächst mal:
Glaube kein Folgen von Stories und tollen Fabeln, sondern Glaube / Vertrauen geschieht aufgrund von Erlebnissen mit dem lebendigen Gott
Glaube kein Folgen von Stories und tollen Fabeln, sondern Glaube / Vertrauen geschieht aufgrund von Erlebnissen mit dem lebendigen Gott
So bei Petrus und vielen anderen in der Anfangszeit (2 Petr 1,16):
„Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen.“
Also schon damals gab es offensichtlich die Kritik, dass alles ja nur Mythen und Geschichtchen sind. Aber Petrus macht deutlich: es hat wirklich alles stattgefunden. Der Glaube an Jesus hängt nicht in der Luft!
- Vgl. auch 1 Kor 15:3 viele Auferstehungszeugen!
- Vgl. Lukas in Lk 1, oder Apg 1 der alles genau recherchiert und aufgeschrieben hat.
Das biblische Zeugnis ist also nicht erfunden, sondern beruht auf geschichtlichen Tatsachen. Es ist nicht nur symbolisch zu verstehen, also nicht nur im übertragenen Sinn…
Glaube meint in dem Zusammenhang auch: Vertrauen, dass Gott das ist und das hält was er uns in seinem Wort verspricht/zusagt:
Aussagen über das Wesen / die Persönlichkeit Gottes (Gott ist...) finden sich zuhauf in der Bibel
Ebenso viele Verheißungen Gottes, also gute Versprechen Gottes
Glaube meint auch: sich an Gott festmachen. Sich verlassen und auf Gott ein-lassen
Ihm vertrauen, dass er nicht nur damals, sondern auch heute noch da ist und handelt. Hier heute. In deinem und meinem Leben.
- Wo haben wir Gottes Eingreifen schon erlebt? Gemerkt: er ist da und sieht mich, ermutigt, hilft oder fordert mich sogar konkret heraus?
Wie redet Gott heute zu uns und zeigt uns, dass es ihn gibt?
Gott spricht durch schöne Stellen der Bibel zu uns, die unmittelbar unser Herz anrühren
Welche Stellen kommen euch da in den Sinn? Sammeln.
Gott spricht auch durch schwierige Stellen zu uns, wo wir in Frage gestellt werden.
Z.B. bei der Frage nach Vergebung, wo wir uns unangenehm berührt, vielleicht auch ertappt fühlen…
Es gibt auch vieles mit Gott und der Bibel, was ich nicht verstehe…
Ja das kann sein. Wir sollten aber nicht so sehr darüber besorgt sein darüber, was wir nicht oder noch nicht verstehen, sondern eher darüber, was wir verstehen (es aber vielleicht unangenehm ist…)
Gott spricht weiter durch:
Erlebte Heilungen von Beziehungen, Befreiung von Ängsten, Süchten, Gesundheit, Bewahrung bei OPs, Ruhe und Frieden in Unruhe (z.B. bei mir theol. Examen in NT schriftlich - zittern, beben, Panikattacken… - dann Gebet und Ruhe… und Note 2)
Glaube ist: Ich mache mich an Gott fest
Ich vertraue darauf, dass das Seil hält
Ich vertraue darauf, dass ich an seinem Führungsseil sicher über so manche schwierigen Lebensstellen komme
Wir können das nachher ausprobieren und mit geschlossenen Augen an einem Seil zum Kreuz laufen.
Wenn ich ihm vertraue in meinen privaten und beruflichen Herausforderungen, dann merke ich, wie er mitgeht. Ich neuen Mut, neue Kraft, neue Ideen bekomme. Aus seiner Kraft lebe.
Häufig merke ich nämlich auch, wie sehr ich an meine Grenzen komme: in der Gemeinde und in der Familie. Es ist einfach zuviel los. Da weiß ich häufig nicht mit welcher Kraft ich wo und wie anpacken soll.
Dann bitte ich ihn um innere Ruhe. Ich bete um Frieden, Weisheit, um sein „tägliches Brot“, um Kraft und Ideen. Seine Ideen.
Dann bitte ich ihn um innere Ruhe. Ich bete um Frieden, Weisheit, um sein „tägliches Brot“, um Kraft und Ideen. Seine Ideen.
Wer Gott vertraut ist nicht allein.
Aber auch im doppelten Sinn verstanden: wir glauben auch miteinander. Sind eine „Seilschaft der Glaubenden.“
Glaube - du und dein Nächster
Zweiter Teil des ersten Visionsspruchs:
„Wir bleiben am Glauben dran, indem wir einander darin unterstützen. Mit ganzem Herzen, klaren Worten und helfenden Händen teilen wir unseren Glauben.“
Gemeinsam glauben - in Gruppen und Gottesdiensten, in Zweierbegnungen
Wer Gemeinschaft pflegt, der kennt nach und nach das, was andere beschäftigt. Und kann dann unterstützen. Mit Worten und Taten. Und kann unterstützt werden.
Wie können wir einander unterstützen?
Wir unterstützen einander durch Lehre - Gottesdienste, Kleingruppen, Glaubenskurse (ab Frühjahr ein neuer Alphakurs)
Bei Fragen / Unsicherheiten durch: Konfi-Unterricht, KiGo, Jungschar, Jugendkreis, Gebet und kurze geistliche Inputs auch bei anderen Veranstaltungen, Bibelstunden etc.
Wir können auch einander helfen, Zweifel zu überwinden
Zweifel am Glauben können kommen. Ist normal und sollte uns nicht überraschen.
Wir beten füreinander -auch nachher gibt es wieder eine Zeit, wo wir gerne für dich und deine Anliegen beten.
Wir erzählen einander, wie Gott in unserem Leben wirkt
Von Erlebnissen, von „Glaube / Vertrauen im Alltag“:
Wie schon erwähnt: Erlebte Heilungen von Beziehungen, Befreiung von Ängsten, Gesundheit, Bewahrung bei OPs, Ruhe und Frieden in Unruhe
Wir lesen miteinander die Bibel und helfen einander besser zu verstehen, wie das mit Gott und uns gemeint ist
Wir singen miteinander Lieder von Glauben und Hoffnung. Und beten dadurch… (Lobpreis)
Wir wünschen einander den Segen Gottes
Segen als Abschiedswort (Bsp. bei mir: Kids vor Schulgang)
Ganz praktisch jetzt im Gottesdienst:
wir wünschen einander Gottes Segen: Vielleicht mit einem Zusatz in welcher Hinsicht wir Gutes von Gott zusprechen: Kraft, Stärke, Zuversicht, Mut, Glauben…
wir wünschen einander Gottes Segen: Vielleicht mit einem Zusatz in welcher Hinsicht wir Gutes von Gott zusprechen: Kraft, Stärke, Zuversicht, Mut, Glauben…
Ich schliesse nochmals mit dem, was ich anfangs als Kernaussage für heute nannte:
Gott ist unser Halteseil im Leben. Seiner guten Leitung vertrauen wir. Das meint Glaube. An ihm festgemacht können wir viel Schönes erleben und auch schwierige Situationen meistern.
Glaube ist jedoch nicht nur eine Sache zwischen ihm und mir. Sondern ist auch ein Mannschaftssport: Als „Gemeinschaft der Gläubigen“ können wir uns beim Gottvertrauen gegenseitig unterstützen. Beim Glauben einander helfen. Beim „gemeinsam Glauben“.
Lasst es uns immer mit seiner Hilfe Vertrauen wagen: heute und in Zukunft!
Amen